Kooikerhondje vom Kerzenberg
   Kooikerhondje    vom   Kerzenberg

                                          

 

   FCI:Gruppe 8 /Sektion 2 (Apportier-, Stöber-, Wasserhunde) 
  

Ursprung/Geschichte:Das Kooikerhondje ist eine sehr alte Rasse, welche um das 16. Jahrhundert in den Niederlanden entstanden ist, um Enten in den Kooi, einer speziellen Entenfangeinrichtung, zu locken. Sie besteht aus Käfigen, die einen Kanal bilden und in einer Falle enden, in welcher der Jäger, die Enten leicht fangen konnte.

 Die Rasse wäre durch den Zweiten Weltkrieg fast ausgerottet worden, da nur etwa 25 Kooikerhondjes überlebten. Mit dieser kleinen Population wurde die Rasse neu aufgebaut – laut einigen Angaben dank Baroness van Hardenbroek van Ammerstol (1901-1986). Ihr ist es wohl zu verdanken, dass man sich heute noch an dem Kooikerhondje erfreuen kann. Sie legte 1942 mit dem ersten Wurf von Tommie den Grundstein zur Zucht des Niederländischen Kooikerhondjes. Somit gilt Tommie (siehe Bild unten) als die Stammutter aller heutigen Kooikerhondje.
Die Rasse wurde offiziell in Holland 1971 anerkannt und ist inzwischen auch beim FCI eingetragen. In Deutschland, den USA und Kanada, ist die Rasse noch weitgehend unbekannt. Ihre Popularität nimmt aber stetig zu.

Verwendung/Charakter/Erziehung:Das Anlocken von Enten erfolgte auf einem Gelände an Teichen und Seen mit einer Fangreuse (siehe Bild unten), welche als schmaler Gang beschrieben werden kann und in einem Fangkäfig endete. In diesen wurden die  Enten vom Kooikerhondje gelockt; sie sahen nur die weiße, wedelnde Schwanzspitze im Dickicht und folgten dieser auf dem Wasser in die Fangvorrichtung. Auch heutzutage gibt es noch alte Entenkoois (siehe Bild unten), die erhalten sind, und neuere, in welche die Enten jedoch eher zu wissenschaftlichen Zwecken gelockt werden (z.B. zum Beringen).

 Das Kooikerhondje ist als Familienhund und Begleithund gut geeignet.Bei Kontakt mit Kleinkindern sollte man, wegen des eigenständigen Willens dieses Hundes, sehr aufmerksam und vorsichtig sein. 

Das Kooikerhondje liebt Bewegung und ist für den Hundesport sehr geeignet(Agility, Obedience, etc.). Ebenso lieben die meisten Kooiker das Wasser.

Der Kooiker ist ein lebhafter, nicht lärmender, fröhlicher und aufmerksamer Zeitgenosse.

Fremden Menschen gegenüber kann sich ein Kooikerhondje anfangs auch mal zurückhaltend verhalten. Lärm, laute Personen und „harte Worte" mag er nicht, da er sehr sensibel ist. Die Erziehung sollte konsequent und auf die Sensibilität Rücksicht nehmend sein. Daher ist es sehr wichtig, in der Prägephase auf eine gute Sozialisierung zu achten.

Erscheinungsbild: Lebhafter, zweifarbiger Hund von nahezu quadratischem Körperbau. Gut befederte Rute und aufrecht getragener Kopf.
Die Länge beträgt etwas mehr als die Widerristhöhe. Die Länge von Oberkopf und Nasenrücken ist ungefähr gleich. Das Haar ist von mittlerer Länge, leicht gewellt bis glatt, nicht kräuselnd, gut anliegend. Nicht zu feine Haare, gut entwickeltes Unterhaar, leicht zu pflegen.

Pflege:Das Fell ist pflegeleicht und sollte regelmäßig gebürstet werden.

Bewegung:Man sollte tägliche Spaziergänge, Spiele, etc. mit Herrchen/Frauchen einplanen.

Das Kooikerhondje liebt Bewegung und ist deshalb auch für den Hundesport sehr geeignet. (Agility, Obedience, etc.) Ebenso lieben die meisten Kooiker das Wasser.

Gesundheit:Aufgrund des relativ kleinen Genpools der Kooiker sind Erbkrankheiten noch recht verbreitet. Man sollte unbedingt auf Untersuchungen der Elterntiere bezüglich der bekannten Erbkrankheiten bestehen.
von Willebrand(VWD): eine Bluterkrankung
- Erblich-bedingte Nekrotisierende Myelopathie(ENM): hierbei   handelt es sich um eine innerhalb der ersten drei Lebensmonate auftretende Degeneration der weißen Substanz, besonders im Knochenmark des Halses. Die Erkrankung zeigt sich in gesteigerten Reflexen, schnell fortschreitenden Lähmungen, ist nicht behandelbar  und führt unweigerlich zum Tod.

- Katarakt: Augenerkrankung
- Patellaluxation: Kniescheiben-Luxation
- Epilepsie

- HD: tritt nur sehr selten auf

Lebenserwartung: ca. 12-15 Jahre

 

Stammutter Tommie
Fangreuse
Enten im Entenkooi
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© Gisela Schowalter